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28 Minuten

Kultur, Magazin • 04.04.2026 • 03:35 - 04:20
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Elisabeth Quin
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Originaltitel
28 minutes
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2026
Kultur, Magazin
(1): Gus Van Sant: Ein Amerika am Rande des Nervenzusammenbruchs Im Jahr 1977 nimmt Tony Kiritsis in Indianapolis seinen Gläubiger Richard Hall als Geisel. Den Abzug seines Gewehrs verbindet er mit einem Draht, der am Hals der Geisel befestigt ist. Die Geiselnahme dauert 63 Stunden, bevor Hall freikommt. Rund fünfzig Jahre später greift Gus Van Sant, 1952 in Louisville (Kentucky) geboren, diese Geiselnahme auf und macht daraus einen Spielfilm. Der Regisseur, fasziniert von außergewöhnlichen Schicksalen, hat sich bereits mit düsteren Stoffen beschäftigt - etwa in "Elephant", inspiriert vom Schulmassaker von Columbine. Nun kehrt er mit "Dead Man's Wire" zurück, der ab dem 15. April in Frankreich in den Kinos zu sehen ist. Gus Van Sant ist unser Gast. (2): Huthi-Rebellen im Krieg gegen Israel: Dreht sich die Eskalationsspirale im Nahen Osten weiter? Am 28. März bekannten sich die Huthis zu zwei Raketen- und Drohnenangriffen auf "sensible militärische Ziele" in Israel und griffen damit aktiv in den Konflikt ein. Diese jemenitische schiitische Gruppierung, die häufig pauschal als "Rebellen" bezeichnet wird, kontrolliert rund 30 % des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa und den strategisch wichtigen Hafen Hodeida, und übt ihre Autorität über zwei Drittel der Bevölkerung aus. Für Israel, das bereits an mehreren Fronten im Einsatz ist, könnte ein Konflikt mit den Huthis zusätzliche Risiken bergen. Zugleich gefährden die Huthis den Welthandel: Ihre Position nahe der Meerenge Bab al-Mandab - einer Schlüsselroute zwischen Indischem Ozean und Mittelmeer - könnte den Schiffsverkehr und die saudischen Ölexporte erheblich stören. Außerdem: Xavier Mauduit erzählt eine Geschichte rund um Schokolade, nachdem in Europa Zwölf Tonnen KitKat-Riegel gestohlen wurden. Marjorie Adelson führt uns in den lukrativen Markt spektakulärer Heiratsanträge in Paris.