MDR

Geheimakte Geschichte - Ein Schädel für Darwin

Info, Geschichte • 11.01.2026 • 23:55 - 00:40 heute
Gemeinsam mit Anthropologin Barbara Teßmann fragt sich Michael Baurmann wie der Fälscher wohl vorgegangen ist
Vergrößern
Mensch und Affe: Gibt es hier ein „Missing link“?
Vergrößern
Hätte auch ein Laie den Knochen fälschen können? Anthropologin Barbara Teßmann und Präparator Detlef Willborn unterstützen Michael Baurmann bei seinem Experiment
Vergrößern
Originaltitel
Ein Schädel für Charles Darwin
Produktionsland
D
Produktionsdatum
2015
Info, Geschichte
Am 18. Dezember 1912 präsentiert die Londoner Geographical Society der Weltöffentlichkeit eine Sensation: Das "Missing Link", den absoluten Beweis dafür, dass Charles Darwin mit seiner Evolutionstheorie Recht hat. Der Hobbyarchäologe Charles Dawson hatte das Bindeglied zwischen Mensch und Affe in einer Kiesgrube in Südengland gefunden, nahe dem Ort Piltdown. Gut vierzig Jahre lang beeinflusst der Schädel die Forschung. Bis der Fund 1953 als das enttarnt wird, was er tatsächlich ist: Eine dreiste Fälschung, zusammengefügt aus der Schädeldecke eines Menschen und dem Unterkiefer eines Affen. Der Profiler Dr. Michael Baurmann und die Historikerin Natalie Akbari wollen den größten Betrug der Wissenschaftsgeschichte aufklären. In Südengland folgen sie den Spuren der Verdächtigen, untersuchen den "Piltdown Skull" und nehmen den Fundort genau unter die Lupe - bis sie mit Hilfe wissenschaftlicher Experimente am Ende enthüllen können, welches Fälschergenie die Forschung vierzig Jahre lang an der Nase herumführte.