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Habsburgs Ringstraßenbarone - Altadel und Newcomer

Info, Geschichte • 10.01.2026 • 12:15 - 13:00 heute
Wertheim war ein typischer "Ringstraßenbaron", der aus bescheidenen Verhältnissen kam, es aber dank seiner Tüchtigkeit zum vielfachen Millionär brachte. Der Kremser Emporkömmling hatte sein Vermögen mit feuerfesten Eisenkassen gemacht. Mit spektakulären PR-Aktionen, die heutige Maßstäbe weit übertreffen, war er zum Marktführer aufgestiegen. Wertheim galt zeitgenössischen Berichten zufolge als äußerst eitel. Er sammelte Orden wie ein Anderer Briefmarken und trug diese nicht nur zu noblen Anlässen sondern auch im Alltag. Dadurch wurde er mitunter zur Zielscheibe des Spotts, was ihm unter anderem den Namen "der Stock im Eisen" beibrachte. Wertheims Erfahrung als Großindustrieller wollte sich auch der Kaiser zu Nutze machen. Und so begleitete Franz von Wertheim den Monarchen 1869 zur Eröffnung des Suez Kanals als persönlicher Berater. Seine Produkte wurden in den europäischen Herrscherhäusern als die sichersten angepriesen und auch die Habsburger wollten von dem Ansehen des findigen Industriellen profitieren.
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Heinrich Drasche gilt als der große Macher der Ringstraße.  Er lieferte den Baustoff damit sich Kaiser Franz Joseph I. seinen Traum einer imposanten Residenzstadt verwirklichen konnte. Kein einziger Ziegel wäre für ein kaiserliches Repräsentationsgebäude verbaut worden ohne das Zutuns des Ziegelbarons. Drasche lieferte also das handfeste Material, um die Luftschlösser des Kaisers auf festen Boden zu stellen. Ziegel. Seine Wienerberger Ziegelfabrik erlangte eine Monopolstellung, wodurch Drasche einige Orden und Medaillen verliehen bekam. Mit Geschäftssinn brachte es Heinrich Drasche nicht nur zu unermesslichem Reichtum, sondern auch zur Nobilitierung durch den Kaiser.
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Originaltitel
Habsburgs Ringstraßenbarone
Produktionsland
A
Produktionsdatum
2020
Info, Geschichte
Die Ringstraße war der Platz der Neureichen - alter Adel und altes Geld drehten sich meistens weg von dieser grellen Kulisse. Und doch ließen sich auch gesetzte Aristokraten dort nieder. Vom Habsburger Erzherzog Ludwig Viktor über die Württembergs bis zu den Coburgs - letztere kamen freilich noch, als die Stadtmauer stand. Und es war die Stunde der heimischen Geschäftsleute: Heinrich Drasche belieferte die Ringstraße exklusiv mit Ziegeln. Damit wurde Drasche der "Ziegelbaron" dieser Ära. Im Verein mit ihm wurde der Architekt Theophil Hansen groß und schrieb sich mit seinen Bauten am Ring in die Ewigkeit ein. In dieser Folge taucht Friedrich von Thun in dieses Milieu ein.