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Hollywood Babylon

Info, Geschichte • 16.03.2026 • 23:20 - 00:10
 Sex and Drugs and Jazz: Die 1920er, als Alkohol verboten wurde, Kokain aber legal war.
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 Roscoe „Fatty“ Arbuckle war Hollywoods populärster Komiker. Bis ihn falsche Mordanschuldigungen zu Fall brachten – und Hollywood für immer veränderten.
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 Der Spielfilm „Hollywood Babylon“: Damien Chazelles Sittenbild einer dekadenten Gesellschaft.
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 Wills Hays – Hollywoods oberster Sittenwächter.
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Originaltitel
Hollywood Babylon
Produktionsland
F
Produktionsdatum
2024
Info, Geschichte
Bibelfeste Konservative ziehen gegen sexuelle Freizügigkeit, Drogenkonsum und die allgemeine Verlotterung der Sitten zu Felde. Besonders das liberale Hollywood, das immer wieder Grenzen gesellschaftlicher Konvention auslotet, ist ihnen ein Dorn im Auge. Es sind prüde, ja repressive Zeiten. Nicht von der Gegenwart ist hier die Rede, sondern von den 1920er Jahren, den vielzitierten "Roaring Twenties". Innerhalb nur eines Jahrzehntes hatte ein Immobilienprojekt namens "Hollywoodland" an der kalifornischen Küste die Metamorphose zur gigantischen Unterhaltungsmaschinerie vollzogen: Das "Land" war aus dem Schriftzug verschwunden, was blieb, war schlicht "Hollywood". Der Alkohol floss trotz Prohibition in Strömen, auf den Filmsets staubte es nur so von – zunächst legalem – Kokain, die Party wollte kein Ende nehmen. Bis die katholische Kirche und protestantische Prediger in diesem "Sodom und Gomorrha" hart durchgriffen und der Industrie einen strengen Moralkodex überstülpten. Die Regisseurinnen Clara und Julia Kuperberg zeichnen das Sittenbild einer Ära, in der die Mafia kräftig in der Traumfabrik mitmischte, Sexskandale auf der Tagesordnung standen und das Aufkommen des Tonfilms unzählige Karrieren ruinierte. Die Doku macht deutlich, wie die ständigen Pendelbewegungen zwischen gesellschaftlicher Offenheit und Prüderie im Film ihren Niederschlag fanden. Zu Wort kommt unter anderen Regisseur Damien Chazelle, der mit seinem Werk "Babylon" der Epoche ein Denkmal setzte.