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Yangtse - Unterwegs in China

Natur + Reisen, Land + Leute • 05.04.2026 • 05:25 - 05:55
Der niederländische Fotograf Ruben Terlou reist den längsten Fluss Chinas entlang: den Yangtse.
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Der niederländische Fotograf Ruben Terlou (li.) trifft in Shanghai eine junge Chinesin, die sich einer Schönheitsoperation unterzieht.
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Der niederländischen Fotograf Ruben Terlou trifft sich in Shanghai mit Zuwanderern, die davon träumen, in der größten Hafenstadt der Welt ihr Glück zu findet.
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Die Reise des niederländischen Fotografen Ruben Terlou entlang des Yangtse beginnt in der Hafenstadt Shanghai.
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Originaltitel
Langs de oevers van de Yangtze
Produktionsland
NL
Produktionsdatum
2016
Natur + Reisen, Land + Leute
Patriotismus wird in China seit dem Kindesalter gelehrt. Obwohl 1976 verstorben, scheint Mao Tsetung so lebendig und beliebt wie nie zuvor. Millionen Menschen starben unter seinem Regime an Hunger und Gewalt. In der Öffentlichkeit werden aber nur seine Heldentaten thematisiert. Bis heute werden in der Schule dieselben Lieder gesungen. Der niederländische Fotograf Ruben Terlou begibt sich auf seiner Reise entlang des drittlängsten Flusses der Welt, dem Yangtse, auf die Suche nach dem Vermächtnis des "großen Vorsitzenden". In einem Museum wird alles über Mao ausgestellt. Bilder, Amulette, Spiegel und Tassen - Maos Konterfei ist überall abgebildet. Aber ist es wirklich ein Zeichen der Verehrung, das den Sammler antreibt, oder eine Möglichkeit, den Wahnsinn über die pure Masse der Objekte darzustellen? Offen will sich niemand äußern. Der berühmteste Mao-Imitator Chinas verdient mit seiner Verkörperung gutes Geld. Er unterschreibt kapitalistische Verträge für Geschäfte, die im kommunistischen China undenkbar gewesen wären. Am Honghu-See lebt eine Gemeinde von Fischern, die stark unter dem Regime von Mao gelitten hat. Infolge der großen chinesischen Hungersnot flohen viele Fischer an den Honghu-See, um dort Hausboote zu bauen und mit dem selbst gefangenen Fisch zu überleben. Sie haben diesen Ort seitdem nicht verlassen, doch nun werden sie umgesiedelt. Im See sind keine Fische mehr.